• Dr.Jeevan.E.P

Die fünf Elemente & die Doshas:

Die fünf immer währenden Elemente:

1. Erde

2. Wasser

3. Feuer

4. Luft

5. Äther

Diese fünf Elemnte manifestieren sich im menschlichen Körper als die drei grundlegenden Prinzipien bzw. als die drei subtilen Energien (Tri dosha in Sanskrit) Vata, Pitta und Kapha. Dosha bedeutet wörtlich übersetzt: “das, was leicht aus dem Gleichgewicht gerät”. Dabei sind die Pancha Maha bhuta und die Tri Dosha nicht mit dem bloßen Auge ersichtlich, sondern sie sind vielmehr Prinzipien bzw. Konzepte. Das Luft- und Ätherlement formen zusammen das Vata-Prinzip. Das Feuer – und Wasserlement bilden das Pitta-Prinzip und Erde und Wasser ergeben zusammen das Kapha-Prinzip. Diese drei Prinzipien regieren alle biologischen, physiologischen und physio-pathologischen Funktionen des Körpers, des Geistes und des Bewusstseins. Sie agieren als Basis-Bestandteile und schützende Grenzen für den Körper.

Das Vata-Prinzip (dynamisches Prinzip)

Vata ist das Hauptprinzip der Tri-Dosha, da es alle Funktionen der anderen Doshas steuert.


  • · Das Haus von Vata ist der Dickdarm.

  • · In den Sinnesorganen ist Vata in den Ohren und der Haut beheimatet.

  • · Im Gewebe sitzt Vata in den Knochen, Sehnen und Knorpeln.

  • · Haare, Nägel und Zähne sind die Abfallprodukte des Körpers, in denen Vata sitzt.

Wenn die folgenden Umstände bei dir zutreffen, dann solltest du dein Vata balancieren.

  • · Deine Haut oder deine Haare sind trocken, rau und dünn.

  • · Dir wird leicht kalt oder deine Blutzirkulation ist sehr schwach und du hast oft kalte Hände und Füße.

  • · Du bist chronisch untergewichtig und es fällt dir schwer zuzunehmen.

  • · Dein Geist ist grundsätzlich ängstlich, unruhig und aufgeregt und du neigst dazu dir viele Sorgen zu machen.

  • · Du neigst zu Verstopfung und hast häufig Blähungen.

  • · Du leidest unter Schlafstörungen oder schläfst unruhig, gestört von vielen Träumen.

  • · Du leidest unter Scheidentrockenheit oder Menstruationskrämpfen und PMS.

  • · Du hast Anflüge von Vergesslichkeit und geistiger Abwesenheit.

  • · Du hast Beschwerden oder bist steif in den Gelenken und im unteren Rücken.

  • · Du bist leicht erschöpft und hast ein schwaches Durchhaltevermögen.

  • · Du leidest unter einer der folgenden Krankheiten:

  • chronische Verstopfung, Bandscheibenvorfall, trockene Hämorrhoiden, Hexenschuss, Ischiasschmerzen, Kniegelenkschmerzen, Krampfadern, Arthrose, Arthritis, Spondylose, Schmerzen, Knochen- und Gelenks­erkrankungen, Lähmung, Alzheimer, Epilepsie, Migräne, Kopfschmerzen.

Tipps zur Vata-Balancierung:

  • · Ernähre dich Vata-gerecht. Gekochte Speisen sind rohen Gerichten und Salaten vorzuziehen.

  • · Gehe vor 22 Uhr schlafen und ruhe dich auch tagsüber genug aus.

  • · Versprühe beruhigende und erdende Aromaöle in deiner Wohnung und im Büro. Geeignet sind die Düfte Orange, Geranie, Lavendel und Basilikum.

  • · Folge einer regelmäßigen Routine der Selbstbehandlung.

  • · Gib dir selbst eine Abhyanga und massiere dich jeden Morgen mit warmem Dhanwantharam-Thailam.

  • · Sorge für täglichen Stuhlgang. Ist das schwierig, mache einen Kräuter­öleinlauf mit beispielsweise Sahacharadi-Thailam.

  • · Halte dich warm, vor allem bei kalten, windigem Wetter.

  • · Unternimm sanfte Waldspaziergänge, um den Geist zu beruhigen.

  • · Trage beruhigende Farben, wie z.B. Pastelltöne, grün oder braun.

  • · Powere dich nicht aus und mache Pausen, sobald der Körper müde oder überstimuliert wird.

  • · Entspanne dich regelmäßig mit Dhyna, Pranayama und Brimhana Yoga Asanas.

  • · Lese leichte, humorvolle, Wohlfühlkost und schalte den Fernseher spätestens eine Stunde vor dem Schlafengehen aus.

  • · Unternimm zur allgemeinen Erholung Spaziergänge, gehe zum Fischen, Vogelbeobachten oder arbeite im Garten.

  • · Beginne zu schreiben, zu malen oder Theater zu spielen, um die kreativen Energien zu balancieren.

  • · Meide ausuferndes Reden und versuche einen Schweigetag pro Woche einzulegen.

  • · Mummel dich im Winter warm ein und halte dich trocken – sorge für Kopfbedeckung an kalten, windigen Tagen.

  • · Vermeide laute, geräuschvolle Umgebungen.

  • · Halte immer wieder für kurze Momente während des Tages inne.


Pitta-Prinzip (thermisches Prinzip)


  • · Der Dünndarm ist der Hauptsitz von Pitta.

  • · Die Augen sind die Sinnesorgane, denen das Pitta zugeordnet ist.

  • · Im Gewebe sitzt Pitta im Blut.

  • · Urin und Schweiß sind die Abfallprodukte, die dem Pitta zugeordnet sind.

Falls einige der folgenden Bedingungen auf dich zutreffen, solltest du dein Pitta balancieren:

  • · Deine Haut ist fettig und neigt zu Akne.

  • · Du neigst zu Rötungen, Fieber oder entzündlicher Haut.

  • · Du hast großen Hunger oder Durst.

  • · Du schwitzt stark und hast immer warme Hände und Füße.

  • · Du leidest unter Infektionen, Übersäuerung, Geschwüren und Herzproblemen.

  • · Du bist sehr aggressive und neigst zu Ärger und Frustration.

  • · Dein Stuhlgang ist lose oder wässrig-heiß und durchfallartig.

  • · Du neigst dazu überkritisch, dominierend und obsessive zu sein.

  • · Du hast häufig Augenschmerzen oder Spannungskopfschmerzen.

  • · Du ergraust bereits vorzeitig oder bekommst früh eine Glatze.

  • · Du leidst unter: Akne, Borreliose, Magengeschwüren, starker Menstruation, Neurodermitis, Leukodermie, Schuppenflechte, Ekzeme, erschwerte Blasenentleerung, Pilzbefall, Candidabefall.

Tipps zur Pitta-Balancierung:

  • · Ernähre dich Pitta-gerecht und vermeide übermäßig heiße, scharfe oder saure Nahrung.

  • · Vermeide erhitzende Substanzen wie rotes Fleisch, Alkohol und Tabak.

  • · Vermeide exzessives Fasten und versuche immer dann zu essen, wenn du hungrig bist. Lasse keine Mahlzeit aus, vor allem nicht das Mittagessen.

  • · Treibe moderat Sport (kurze Jogging- oder Schwimmrunden) und auch nur, wenn das Wetter oder Klima kalt ist.

  • · Gehe regelmäßig in der Natur spazieren, vor allem an Seen. Auch ein Mondscheinspaziergag ist von Vorteil.

  • · Vor allem aber vermeide ausgedehntes Sporttreiben in heißem Klima oder heißer Umgebung.

  • · Kopf und Haut sollten immer gut geschützt sein. Vermeide Sonnenbaden, wenn es sehr heiß ist.

  • · Reduziere deine Aufenthalte in heißen Umgebungen, wie Sauna oder Dampfbäder.

  • · Kultiviere friedvolle Emotionen und verbringe mehr Zeit mit Menschen, die dich lieben und vollständig akzeptieren.

  • · Vermeide ärgerliche oder gestresste Menschen und versuche nicht zu streiten -nimm dir vor häufiger einzuwilligen!

  • · Nimm dir die Zeit herzlich und gesellig zu sein und finde immer wieder Momente, um zu plaudern, zu lachen und zu spielen.

  • · Übe das Maßhalten und nimm dir Zeit um Freizeitaktivitäten zu genießen und die Schönheit der Natur zu bewundern.

  • · Vermeide übermäßig konkurrierende Sportarten, überambitionierte Abgabetermine und Konfrontationen im Allgemeinen.

  • · Praktiziere Meditation, kühlende Formen des Pranayama und sanfte Brimhana Yoga Positionen.

  • · Vermeide häufiges Fernsehen und übermäßigen Gebrauch des Computers.

  • · Massiere deinen Kopf mit Eladi Kokosnussöl.

  • · Gib vor dem Schlafengehen ein bis zwei Tropfen Ghee in Augen und Nase.

  • · Trage kühlende Farben wie blau, violett oder grün und vermeide rote Farben.

  • · Trinke Granatapfelsaft oder esse Granatapfelkerne. Die zusammenziehenden und bitteren Eigenschaften des Granatapfelsafts helfen das Pitta zu balancieren, reinigen die Leber und das Blut und sind ein exzellentes Herztonikum.

  • · Trinke jeden Morgen Aloe Vera-Saft, Traubensaft oder Kokoswasser.

Kapha-Prinzip (statisches Prinzip)


  • · Der Brustkorb ist der Hauptsitz von Kapha.

  • · Die Sinnesorgane, die dem Kapha zugeordnet werden, sind die Zunge und die Nase.

  • · Im Gewebe sitzt Kapha in der Lymphe, der Muskulatur und dem Fettgewebe.

Wenn viele der nachfolgenden Punkte auf dich zutreffen, solltest du dein Kapha balancieren:

  • · Du nimmst leicht zu und es ist sehr schwierig für dich abzunehmen.

  • · Du neigst zu Übergewicht.

  • · Du fühlst dich oft betrübt, gelangweilt und lethargisch.

  • · Du bist energielos, faul und selbstgefällig.

  • · Du hast Probleme mit den Nebenhöhlen.

  • · Du hast häufig Erkältungen und Grippe, die lange andauern.

  • · Du leidest unter Blutandrang.

  • · Du leidest unter Asthma oder Bronchitis.

  • · Du brauchst viele Pausen und schläfst lange.

  • · Wenn du aufwachst, fühlst du dich schwer und unerholt.

  • · Du bist besitzergreifend, gierig und übermäßig anhaftend.

  • · Du fühlst dich unwohl bei feuchtkaltem Wetter.

  • · Du hast Blähungen und Wasseransammlungen.

  • · Deine Verdauung ist langsam und schwer, auch bei kleinen Mahlzeiten.

  • · Deine Gelenke und Muskeln fühlen sich vor allem morgens steif und schwer an.

Tipps um Kapha zu balancieren:

  • · Ernähre dich Kapha-gerecht mit vielen Gewürzen und scharfen, bitteren, zusammenziehenden Geschmäckern.

  • · Lass das Frühstück aus, wenn du keinen Hunger hast.

  • · Mache jeden Tag ein paar fordernde Körperübungen – Joggen, Radfahren, Tennis, Squash oder Rugby.

  • · Halte dich warm bei feuchtkaltem Wetter.

  • · Gehe früh ins Bett und stehe zeitig auf.

  • · Nimm dir Zeit warm zu duschen.

  • · Gib dir selbst jeden Morgen eine kräftigende, trockene Massage.

  • · Trage leuchtende Farben – orange, gelb und rot.

  • · Dekoriere dein Haus mit warmen, leuchtenden Farben.

  • · Genieße die Sonne und verbringen mehr Zeit im Freien.

  • · Unternimm aufregende Ausflüge oder mache einen Abenteuerurlaub.

  • · Nimm dir die Zeit, um Spaß zu haben und neue Leute zu treffen.

  • · Suche Abwechslung, öffne dich neuen Erfahrungen und beginne ein Hobby.

Verwende stimulierende ätherische Öle und Düfte mit warmen Aromen wie z.B. Pinie, Eukalyptus, Nelke, Orange, Basilikum & Salbei.







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